Brandenburger Freiheitspreis 2020 ausgelobt // „Demokratie leben – gegen den Populismus“

Brandenburg an der Havel, 11.10.2019. Das Domstift Brandenburg hat am 11. Oktober 2019 zum dritten Mal den Brandenburger Freiheitspreis ausgelobt. Das Thema der diesjährigen Auslobung lautet: „Demokratie leben – gegen den Populismus“. Der Preis wurde 2015 anlässlich des 850jährigen Jubiläums der Grundsteinlegung des Brandenburger Doms ins Leben gerufen. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
 
Im nächsten Jahr sollen mit dem Brandenburger Freiheitspreis Personen oder Institutionen - vorzugsweise aus der Region Berlin-Brandenburg - ausgezeichnet werden, die durch ihr Engagement in den Bereichen Kultur, Religion, Wirtschaft oder Politik zur Stärkung der Demokratie gegen die vom Populismus ausgehenden Gefahren beigetragen haben oder beitragen. Die Preisverleihung findet am 11. Oktober 2020 im Dom zu Brandenburg statt.
 
Der Dechant des Domstifts Brandenburg und Vorsitzende der Jury, Prof. Dr. Wolfgang Huber, sagte dazu: „Freiheit hat immer eine persönliche, eine gesellschaftliche und eine politische Gestalt. Mit dem Brandenburger Freiheitspreis 2020 rückt die politische Form der Freiheit ins Zentrum. Heute wird die Lebensform der freiheitlichen Demokratie durch nationalistische Engführungen, fremdenfeindliche Parolen und Hassreden gegen politische Gegner in Frage gestellt. Deshalb wollen wir mit dem Brandenburger Freiheitspreis 2020 den Einsatz für die Demokratie würdigen und stärken.“

Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger können bis zum 1. März 2020 eingereicht werden an das Domstift Brandenburg, Burghof 10, 14776 Brandenburg/Havel oder per E-Mail an freiheitspreis@dom-brandenburg.de. Ein Formular ist auch auf der Website unter www.brandenburger-freiheitspreis.de abrufbar. Eigenbewerbungen sind nicht möglich.
 
Der Freiheitspreis 2020 wurde am 11. Oktober 2019 im Anschluss an eine Podiumsdiskussion des Domstifts Brandenburg im Wissenschaftszentrum zu Berlin vom Domkurator Dr. Cord-Georg Hasselmann ausgelobt. Unter der Moderation von Tagesspiegel-Herausgeber Stephan-Andreas Casdorff diskutierten Prof. Dr. Wolfgang Huber, Louis Lewitan, Dr. Ellen Ueberschär und Dr. Susanne Veit zum Thema „Demokratie leben! Was können wir gegen den Populismus tun?“
 
Der Brandenburger Freiheitspreis wird alle zwei Jahre verliehen, und zwar immer am Jahrestag der Grundsteinlegung des Doms am 11. Oktober 1165. Der Preis wird von der Deutsche Bank AG gemeinsam mit dem Technologiekonzern ZF Friedrichshafen AG gefördert. 2016 wählte die Jury das Menschenrechtszentrum Cottbus als ersten Preisträger aus, 2018 erhielt die Wohnungsbaugenossenschaft „Bremer Höhe“ eG den Preis. Zu den Jury-Mitgliedern zählen Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Dr. Jakob Hein, Prof. Dr. Wolfgang Huber, Prof. Dr. Christoph Möllers und Dr. Sigrid Nikutta.
 
Über das Domstift Brandenburg:
Das Domstift Brandenburg ist die älteste Institution des Landes Brandenburg mit einer über 1000 Jahre währenden Tradition. Zu seinen Aufgaben gehören die Erhaltung und zeitgemäße Nutzung des umfangreichen historischen Gebäudeensembles aus Dom, Klausur, Kurien und Nebengebäuden. Mit seinen Konzertreihen, dem Archiv und Museum, den Gottesdiensten und den beiden Evangelischen Schulen zieht der Dom zu Brandenburg jährlich über 60.000 Besucher an. Im Jahr 2015 feierte das Domstift das 850-jährige Jubiläum der Grundsteinlegung des Doms. Weitere Informationen unter www.dom-brandenburg.de

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